Seit Januar 2026 begrenzt Google Chrome die Zustellrate von Web Push Nachrichten für Websites mit niedrigem User-Engagement.
Wir haben Transparenz-Hinweise in CleverPush integriert und zeigen dir, wie du dem entgegensteuerst.
Was ist passiert?
Google hat mit Chrome im Januar 2026 begonnen, neue Rate-Limits für die PushAPI einzuführen.
Das Ziel: Nutzer vor einem Überfluss an Benachrichtigungen schützen und den Kanal nachhaltig nutzbar halten.
Was zunächst wie eine technische Randnotiz wirkt, hat unmittelbare Auswirkungen auf jeden, der Web Push ernsthaft einsetzt.
Betroffen sind ausschließlich Websites, die viele Nachrichten bei gleichzeitig niedrigem Nutzer-Engagement versenden. Wer qualitativ hochwertige, relevante Push Nachrichten mit gesunder Klickrate verschickt, spürt diese Änderung nicht.
Wie das Rate Limiting funktioniert
Google berechnet täglich drei Faktoren pro Website, um zu entscheiden, ob Rate Limiting greift:
- Anzahl der gesendeten Push Nachrichten relativ zur Zeit, die Nutzer auf der Website verbringen
- Anzahl der gezeigten Permission-Prompts (Opt-In Abfragen) im Verhältnis zur Site-Nutzung
- Allgemeines User Engagement (Site Engagement Score + aktive Browsing-Minuten)
Wird eine Website als „disruptiv“ eingestuft, wird die Push-Zustellung auf maximal 1.000 Nachrichten pro Minute gedrosselt. Anfragen darüber hinaus erhalten einen Fehler.
Mehr als Rate Limiting: Chrome’s KI-Spamfilter auf Android
Das Rate Limiting ist nur eine von mehreren Maßnahmen, die Google in den letzten Jahren eingeführt hat.
Seit 2025 läuft auf Chrome für Android ein lokales Machine-Learning-Modell, das jede eingehende Web-Push-Nachricht auf ihrem Gerät analysiert, bevor sie dem Nutzer angezeigt wird.

Zusätzlich entfernt Chrome seit Oktober 2024 automatisch die Notification-Permission von Nutzern, die eine Website längere Zeit nicht mehr aktiv besucht haben.
Was wir in CleverPush implementiert haben
Unser Ziel ist es, dir volle Transparenz über die Zustellbarkeit deiner Kampagnen zugeben.
Wir werden diesen Bereich weiter ausbauen, um Engagement-Signale und Zustellmetriken noch granularer sichtbar zu machen.
3 Schritte zu mehr Qualität und aus dem Rate-Limit heraus
Nach User-Engagement segmentieren
Sende nicht an deine gesamte Abonnenten. Segmentiere nach Zuletzt gesehen, Klickhistorie oder besuchten Kategorien. Wer zuletzt vor 6 Monaten geklickt hat, zieht dein Engagement-Verhältnis nach unten – und triggert genau den Score, den Chrome für die Rate-Limit-Entscheidung nutzt. Beginne mit einem Re-Engagement-Segment für inaktive Nutzer, bevor du sie aus den aktiven Abonnenten nimmst.
Nachrichten-Inhalte konsequent verbessern
Relevanz schlägt Reichweite. Schreib spezifische, ehrliche Titel und vermeide vage Versprechen und Clickbait. Teste verschiedene Copy-Varianten gegeneinander (A/B Tests) und lass die Klickrate entscheiden. Eine höhere CTR verbessert direkt deinen Site Engagement Score, der Chromes Rate-Limit-Berechnung zugrunde liegt.
Spam-Trigger im Nachrichtentext vermeiden
Chromes KI-Modell auf Android analysiert den Text deiner Notifications. Bestimmte Formulierungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, als Spam geflaggt zu werden. Typische Auslöser sind übertriebene Dringlichkeit, Großbuchstaben und irreführende Formulierungen auch wenn der Inhalt eigentlich legitim ist.
Fazit
Google schützt seit Jahren aktiv die Qualität des Web-Push-Kanals – Rate Limiting ist dabei der nächste konsequente Schritt. Das klingt zunächst nach Einschränkung, ist aber auch eine Chance. Denn wer jetzt auf Qualität setzt, baut sich eine Abonnenten-Basis auf, die dauerhaft funktioniert und von Googles Filtern unbehelligt bleibt.
Wir bei CleverPush sind überzeugt:
Weniger, aber relevante Nachrichten erzielen langfristig mehr Impact als Masse.
Die neuen Chrome-Mechanismen machengenau das zur Pflicht. Wir helfen dir dabei, den Übergang zu schaffen.